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Gesundheit in der Verkehrs- und Logistikbranche: DB Cargo und EUPD Research präsentieren Trendstudie „Corporate Health Management in Deutschland“

Unternehmen aller Branchen sehen in der Fürsorge für die Gesundheit der eigenen Arbeitnehmer*innen eine zunehmend bedeutungsvollere Aufgabe. Aufgrund der gesellschaftlichen und personalpolitischen Verantwortung der Arbeitgeber sowie des langfristigen Erhalts der Wettbewerbsfähigkeit steht die Förderung der Gesundheit und Zufriedenheit der Beschäftigten auf der Grundlage eines Corporate Health Managements immer stärker im Fokus.

Gemeinsam mit der DB Cargo AG, dem Gewinner des Corporate Health Award 2019, hat EUPD Research nun zum zweiten Mal in Folge die Trendstudie „Corporate Health Management in Deutschland“ mit Fokus auf die Situation in der Verkehr- und Logistikbranche herausgegeben. Ziel der Veröffentlichung ist die Sensibilisierung und Motivation weiterer Arbeitgeber der Branche, sich der Bedeutung des Themas für die eigene Unternehmensausrichtung bewusst zu werden.  

„Bei DB Cargo beschäftigen wir und bereits seit sechs Jahren mit der stetigen Verbesserung und Weiterentwicklung unserer betrieblichen Gesundheitskonzepte. Auf Grundlage unsere langjährigen Lernprozesse hin zum heutigen Erfolgskonzept wollen wir dem Markt eine praxisnahe Hilfestellung zur Verfügung stellen und durch die Studienerkenntnisse die Einführung, Etablierung und Professionalisierung eines Gesundheitsmanagements bei weiteren Arbeitgebern unterstützen. Die eigenständige Entwicklung von Kennzahlen und Orientierungsgrößen ist aufwändig zu etablieren – mithilfe der Trendstudie wollen wir allen vorbildlichen Arbeitgebern eine Zeit- und Kostenersparnis ermöglichen“, so Frau Dr. Biernert, Arbeitsdirektorin und Vorstand Personal.

Die Ergebnisse der Trendstudie basieren auf den Befragungsdaten von mehr als 2.000 Bewerbern des „Corporate Health Awards“ aus den vergangenen acht Jahren. Die Teilnehmer zählen zu den erfolgreichsten Unternehmen in Deutschlands und leisten wertvolle Pionierarbeit in der Umsetzung des Corporate Health Managements.

Neben vielzähligen Erkenntnissen zu aktuellen Entwicklungen in 26 Themenfeldern des betrieblichen Gesundheitsmanagements lässt sich in diesem Jahr exemplarisch ein hoher Relevanzzuwachs in der Qualitätssicherung der Arbeitssicherheit beobachten, wenngleich die Umsetzungsgrade in diesem Bereich noch weit unter dem Durchschnitt anderer Branchen liegt.

„Ziel dieser Studie ist die Analyse, Darstellung und Veröffentlichung von Einschätzungen und Bewertungen führender Branchenvertreter, um die Priorisierung und Umsetzung kommender Projekte und Strategien im BGM in Unternehmen zu unterstützen. Genau aus diesem Grund freuen wir uns, mit DB Cargo einen Partner an unserer Seite der Studie zu haben, der bereits viele Jahre nachweislich vorbildliches und effektives Engagement für die eigenen Mitarbeitenden etabliert hat und somit eine wertvolle Stimme für die gesamte Branche darstellt“, ergänzt Steffen Klink, Management bei EUPD Research und Director Corporate Health Department.

Sie interessieren sich für die Trendstudie? Gern schicken wir sie Ihnen zu.



Genuss, Gesundheit und Unternehmenskultur

GESOCA ist seit 2014 Dienstleister für gesundheitsorientierte Cateringsteuerung und setzt dabei auf wissenschaftliche Aktualität und Praxisnähe. Im Top Brand-Interview spricht Gründer und Geschäftsführer Christian Feist über die gesundheitlichen Folgen von Lockdown und Home Office und die richtige Motivation für Köch*innen und Kantinengäste.

An Sie als Mensch und nicht als Leiter eines ausgezeichneten Gesundheits-dienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Die letzten 12 Monate waren nach wie vor davon geprägt, mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie umzugehen. Alles von zu Hause aus zu machen war eine intensive Erfahrung. Einerseits haben wir das mehr an Familienzeit sehr genossen andererseits war es ja auch keine Ferien! 

Als Unternehmer haben wir in dieser Zeit unter großer Unsicherheit gearbeitet und viel Energie aufgewendet, in dieser sehr herausgeforderten Branche unseren Kunden stets die bestmögliche Dienstleistung zu bieten.

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“ Wie war Ihr Umgang mit der Pandemie? Hat sich Ihr Portfolio oder sogar Ihre gesamte Organisation verändert?

Anstatt auf Kurzarbeit setzten wir auf Entwicklung und Weiterbildung. So haben wir unsere Dienstleistung in vielen Bereichen neu strukturiert, weiter entwickelt und digitalisiert. Das wird ab nächstem Jahr auch für unsere Kunden spürbar. Sie werden auf eine schnittstellenfähige Web-Anwendung zugreifen können und über interessante Funktionen sehr viel schneller Einblick in die mehrdimensionalen Steuerungs-Möglichkeiten für die Betriebsgastronomie haben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gesundheitskennziffer, die Gästezufriedenheit und die gastronomische Qualität. Auch das wichtige Thema Nachhaltigkeit wird bei uns abgebildet. Zudem haben wir neue Produkte entwickelt, wie z.B. ein umfangreiches Marketing-Paket, das in den Betriebskantinen unserer Kunden dabei hilft, die Kantinen-Leistung und alle Neuerungen im Unternehmen transparent zu machen.

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Wir motivieren “von unten” zu einer zukunftsorientierten Mitarbeiterverpflegung. Die Küche gestaltet immer selbst ihr Angebot und das Team bringt sich mit Kreativität und Handwerklichkeit ein. Sie möchten NICHT erklärt bekommen, wie sie zu kochen haben.
Deswegen setzen wir davor an und verändern die Verhältnisse für die Gastronomen und Caterer so, dass sie sich gerne für mehr Qualität und Gesundheitsorientierung einsetzen, d.h. dass sie gut, gesund und lecker kochen und etwas davon haben.
Mit unserem System kann das Unternehmen das Engagement des Gastronomen nachvollziehen und sogar steuern. So können bestimmte Qualitäts-Schwerpunkte Gesundheitsanforderungen bestimmt werden und leistungsorientierte Anreize geschaffen. Dies lässt einerseits dem Gastronomen die nötige Freiheit und sichert andererseits die Wünsche des Unternehmens an die Mitarbeiterverpflegung.
Kurz: Unsere Stärke ist, dass wir helfen, die gewünschte Veränderung „von unten” aufzubauen anstatt klassisch zu beraten.

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

Wir kooperieren mit einem IT-Unternehmen, dass Kassensysteme und Apps für die
Betriebsgastronomie entwickelt. Dadurch wollen wir helfen, dass auch die Gäste der Kantinen digitaler erreicht werden können. Ausserdem unterstützen wir unsere Kunden, dass die gastronomischen Leistungen mit den BGM-Maßnahmen kooperieren. So können sie BGM und Betriebsgastronomie gegenseitig unterstützen. In den Unternehmen wird immer klarer dass die Betriebsgastronomie mehr kann als Kosten zu verursachen und das BGM hat hier eine sehr wirkungsvolle Kontaktmöglichkeit zu den
Mitarbeitern.

Was war das schönste Feedback Ihrer Kunden während des letzten Jahres?

„Mit GEOCA haben wir Türen geöffnet, die bisher nie aufgegangen sind.“
Dieses Feedback kam von einem Kunden, der schon vor der Arbeit mit uns eine gute Betriebsgastronomie hatte. Für mich, als leidenschaftlicher Koch und Gastronom, ist der schönste Moment, wenn die Köche erkennen, dass sie die Arbeit mit uns weiterbringt und sie durch die Sichtbarkeit heute deutlich motivierter sind als davor. Manchmal dauert das. Hat aber bisher immer geklappt.

Was verändert sich durch Corona in der Betriebsgastronomie?

Wir sind noch mittendrin. Jetzt geht es erst einmal darum, wieder in ein “normales” Fahrwasser zu kommen. Mittelfristig haben wir es aber mit substanziellen Veränderungen zu tun, die sich jetzt langsam abzeichnen. Bisher hat sich die Betriebsgastronomie als Gastronom verstanden. Das war von 20 Jahren eine gute Entwicklung. Damals wurde die Kantine zum Betriebsrestaurant. In den letzten 2 Jahren wurde durch Corona überdeutlich, dass gesunde und ausgewogene Ernährung ein wichtiger Teil für allgemeine Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und Leistungsfähigkeit ist. Das zentrale Thema ist dabei das gesunde Körpergewicht und damit verbunden die Prävention ernährungsbedingter Erkrankungen.

Verstärkt wurde das durch Homeoffice, wo viele Menschen leider nicht ihr Gewicht halten konnten (40% der Deutschen haben im Homeoffice zugenommen!). Damit kommt der Gemeinschaftsverpflegung heute eine wichtige neue Bedeutung zu, die sich auf das Geschehen in den Restaurants auswirken wird. Es geht um eine ausgewogene, gesunde und gute Ernährung, die in den Betriebsrestaurants propagiert und übergreifend zu Verfügung gestellt werden muss. Da geht es um die Angebote, aber auch um einen Know How-Transfer, um sowohl im Homeoffice als auch an den
Präsenztagen gut versorgt zu sein.

Es reicht also nicht mehr, „nur“ auf Genuss zu setzen. Es braucht mehr! In Zukunft muss sich die Betriebsgastronomie als Verhältnisschaffer für gesundherhaltenden Genuss verstehen. Verstärkt würde das, im dem sich Gastronomie und BGM tatsächlich vernetzt arbeiten würden.

Beispiele sind:

  • Ernährungsberatung und Kantine „sprechen eine Sprache“
  • Das Fitnessstudio empfiehlt das Kantinenessen!
  • Individuelle Ernährungsprotokolle sind dank Verknüpfung mit der Kantine einfach
  • Gesund Essen im Homeoffice wird durch die Kantine unterstützt
  • Köche und Köchinnen zeigen, wie „gesund Kochen“ geht
  • BGM-App und Kantinen-App gehören zusammen
  • Gemeinsame Aktionen von BGM und Kantine

Viele der Veränderungen in der Arbeitswelt, die für die Bewältigung der Coronakrise notwendig waren, werden bleiben. Eine Kantine, die Genuss, Gesundheit und Unternehmenskultur verbindet, stärkt alle Beteiligten im Unternehmen. Allen voran die Gäste, denen es dank der Kantine leichter fallen wird, wieder mehr auf ihre Gesundheit zu achten und „in Form“ zu bleiben.

Demographie-Index: Kein Alter für die Rente

Immer wieder wird als Antwort auf Fachkräftemangel und demographischen Wandel über eine Erhöhung des Renteneintrittsalters diskutiert. Eine Umfrage des Demographischen Netzwerks e.V. (ddn) zeigt nun, wie unrealistisch diese Forderung tatsächlich ist.

Prävention vor Kuration – Herausforderungen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement

Die weltweite Corona-Krise zeigt, wie wenig wir auf eine massenhafte Verbreitung potenziell tödlicher Viren vorbereitet sind. Auch wenn es gelingt, die aktuelle Pandemie zu kontrollieren, bleibt die Frage: Tun wir genug zur Prävention d.h. Früherkennung und Verhütung der nächsten? Ist Kuration alternativlos? Ist es nicht humaner und effizienter, Gesundheitsgefahren schneller zu erkennen und zu erkämpfen?

In der Corona-Pandemie stehen Leben und Gesundheit großer Teile der Gesellschaft auf dem Spiel. Nicht übersehen sollten wir jedoch, dass wir bereits von einer Epidemie ganz anderer Art betroffen sind: dem langjährig beobachtbaren Anstieg psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeit und den damit verbundenen enormen Folgekosten für Unternehmen, Versorgungseinrichtungen und die Sozialversicherung.

Prävention gesundheitlicher Gefährdungen schützt die Beschäftigten und stützt die Unternehmen. Voraussetzung dafür ist ein datenbasiertes BGM, das aussagekräftige Kennzahlen liefert über den Gesundheitszustand einzelner Arbeitsbereiche, ganzer Organisationen oder Branchen und dabei interdisziplinär vorgeht – zur frühzeitigen Identifizierung von Risiken und Entwicklung gezielter gesundheitsförderlicher Projekte. 

Auf unserer diesjährigen BGM-Fachtagung möchten wir diese Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven und mit Blick auf verschiedene Branchen gemeinsam mit Ihnen und ausgewiesenen Fachreferent*innen diskutieren.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? dann freuen wir uns, Sie am 25. November 2021 bei der Online-Veranstaltung zu begrüßen.

Anmeldung zur Online-Veranstaltung (Zoom) unter:

www.bgm-bielefeld.de/bgm-fachtagung

Tagungsbeitrag: 185 Euro
155 Euro für Teilnehmer*innen der Weiterbildungsprogramme „Betriebliches Gesundheitsmanagement“

Programm

10.00 Uhr

Begrüßung und Eröffnung der Fachtagung

Dr. Uta Walter, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V.

10.15 Uhr

Key-Note: Nachhaltige Unternehmensführung und Reporting nichtfinanzieller Kennzahlen

Prof. Dr. Bernhard Badura, Universität Bielefeld

11.00 Uhr

Kaffepause

  • Gelegenheit zum Austauschen und Netzwerken
  • Aktive Pause

11.15 Uhr

Parallele Workshops (s.u.)

13.00 Uhr

Mittagspause

14.00 Uhr

Parallele Workshops (s. u.)

15.45 Uhr

Kaffepause

  • Gelegenheit zum Austauschen und Netzwerken
  • Aktive Pause

16.15 Uhr

Key-Note: Prävention vor Kuration – Gesundheitsberichterstattung am Beispiel des bremischen öffentlichen Dienstes

Michael Gröne, Senator für Finanzen, Bremen

17.15 Uhr

Zusammenfassung und Abschluss

17.30 Uhr

Ende der Fachtagung

Parallele Workshops

Vormittag

Workshop 1

Gesundheit im Unternehmen präventiv und organisationsweit gestalten – Erfahrungen aus dem Bankensektor

Martina Kohrig, Sparkasse Vest, Recklinghausen

Workshop 2

Pflege.Kräfte.Stärken: Qualitätsgesicherte Ansätze für BGF und BGM in der Pflege

Werner Winter, AOK-Bundesverband, Berlin

Nachmittag

Workshop 3

Corona und die Folgen für BGM: Erkenntnisse einer qualitativen Studie

Dr. Uta Walter und Julia Rotzoll, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V.

Workshop 4

Warum alle wollen und zu wenig passiert: Standards und Erfolgsfaktoren für wirksame Routinen im BGM

Dr. Sabine Meier (Health at Work( und Sascha Gutmann (Techniker Krankenkasse), Netzwerk Gesunde Betriebe OWL, Bielefeld

The Future of Recruiting

Home Office boomt – nicht zuletzt „dank“ der Corona-Pandemie. Die softgarden-Studie „Future of Recruiting“ zeigt, wie sehr die Ansprüche von Jobsuchenden und die Angebote der Unternehmen in dieser Hinsicht auseinandergehen und welche Prioritäten Personalabteilungen in Zukunft setzen sollten.

„Ein Rückblick ist kein Ausblick“

company bike mobilisiert bereits seit 2012 Unternehmen mit Dienstfahrrädern und einem Rundum-Sorglos-Service aus digitaler Abwicklung, individualisiertem Portal und mobilem Reparaturservice. Im Interview spricht CEO Maximilian Acht über Mobilität im Corona-Lockdown, die Gleichstellung von Mobilitätsangeboten und gelebte Strukturen als Grundlage für individualisierte Lösungen.

An Sie als Mensch und nicht als Leiter eines ausgezeichneten Gesundheits-dienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Das letzte Jahr war geprägt von einer gesellschaftlichen Verunsicherheit, welche auch in meinem privaten Umfeld stark spürbar war. Es wurde viel geredet, spekuliert und diskutiert. Das alltägliche Leben wurde hierbei auf eine ernste Probe gestellt. Letztlich hat es mich in meinem 

Handeln bestärkt, Dinge sachlich zu erörtern und mich an den positiven Entwicklungen zu orientieren. Durch ständige Kritik schaffen wir keine Lösungen und ein Rückblick ist kein Ausblick. Ich schaue konsequent nach vorne und gestalte eine bessere Zukunft.

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“ Wie war Ihr Umgang mit der Pandemie? Hat sich Ihr Portfolio oder sogar Ihre gesamte Organisation verändert?

Bereits wenige Tage nach dem ersten Lockdown haben wir die zusätzliche Nachfrage an unseren nachhaltigen Mobiltitätsangeboten deutlich gespürt. Somit fühlen wir uns in unserem Handeln bestätigt und sehen die Erfahrungen aus der Pandemie als weiteren Ansporn. Mit unserer eigenen Supply Chain und unseren volldigitalisierten Prozessen konnten wir von Beginn der Pandemie an auf eine stabile Infrastruktur vertrauen. Unser junges Team hat die neue Situation sehr verantwortungsbewusst und offen angenommen, sodass wir jederzeit voll handlungsfähig gewesen sind.

 

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Das gewohnte Mobilitätsverhalten im Berufsalltag beeinflusst häufig auch die Fortbewegung in der Freizeit. Wir unterstützen den Mobilitätswandel in großen und mittelständischen Unternehmen und fördern die Nutzung des Fahrrads/E-Bikes als weitreichende Alternative zum Auto. Das Resultat sind gesündere Mitarbeiter mit einer hohen Identifikation zu ihrem Arbeitgeber. Durch eine aufwandsarme Administration und maßgeschneiderte Servicelösungen schaffen wir erhebliche Mehrwerte für alle Beteiligten.

 

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

In zahlreichen Unternehmen und Branchen gibt es weiterhin Barrieren bei der Gleichstellung von Firmenwagen und Firmenrad. Wir engagieren uns daher in verschiedenen Interessensverbänden, damit Arbeitnehmer aller Branchen in den Genuss der nachhaltigen Subventionierung kommen. Darüber hinaus analysieren wir aufkommende Bedürfnisse im Markt, der durch das veränderte Mobilitätsverhalten eine sehr große Dynamik erlebt und sich täglich weiterentwickelt. Wir reagieren mit innovativen Lösungsansätzen und setzen hierbei stets neue Maßstäbe.

 

Was war das schönste Feedback Ihrer Kunden während des letzten Jahres?

Wir freuen uns sehr, dass wir reihenweise glückliche Rückmeldungen von unseren Kunden erhalten. Häufig stehen hierbei die wiedererkannte Freude am Radfahren und der große Radius mit elektrischer Unterstützung im Vordergrund. Besonders während des Lockdowns konnten wir zudem viele Kunden mit unserem mobilen Service und unserer persönlichen (coronakonformen) Nähe begeistern. Unser hybrides Geschäftsmodell (digitale Auswahl & physischer Service) ist für viele die perfekte Synergie der Gegenwart.

 

Was macht Company Bike anders als andere Anbieter?

Wir gestalten ein sinnvolles Angebot ohne unnötige Preistreiber, getreu dem Motto „die schönsten Blumen statt den ganzen Strauß“. In der Zusammenarbeit mit großen und mittelständischen Unternehmen sehen wir dies als unsere Verantwortung gegenüber den verschiedenen Personengruppen. Zudem passen wir unsere Dienstleistung bis ins Detail an die gelebten Strukturen an und ermöglichen einzigartige Services. Hierbei bieten wir alle Leistungsbestandteile aus einer Hand an, sodass Vorgaben in jedem Prozessabschnitt berücksichtigt werden können. Individualisierte Lösungen sind für uns der Schlüssel zu einer langfristigen Zusammenarbeit mit sämtlichen Geschäftspartnern.

Sonderpreise des Corporate Health Awards

Die Auditierung der Bewerber um den diesjährigen Corporate Health Award geht in die Schlussphase, im Anschluss werden die Unternehmen mit dem bundesweit besten Corporate Health Management ausgezeichnet. Neben den 17 Branchenpreisen werden auch 2021 wieder verschiedene Sonderpreise vergeben. Welche das sind und warum wir deren Themen als besonders wichtig erachten, möchten wir hier kurz vorstellen.

Studie der IKK classic zur Wirkung von Diskriminierung und Vorurteilen

Vorurteile und Diskriminierungen sind ein großes gesellschaftlichen Problem – und ein medizinisches: Sie können zu psychischer Belastung führen, zu Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln und daher auch zu Ängsten oder Depressionen. Schlafstörungen, Migräne oder Essstörungen sind ebenfalls verbreitete Folgeerscheinungen.

Das rheingold Insitut hat im Auftrag der IKK classic eine Grundlagenstudie verfasst, die die Entstehung und Verbreitung von Vorurteilen und ihre Folgen untersucht und erstmals den direkten Zusammenhang zwischen Diskriminierungserfahrungen und den Auswirkungen auf die Gesundheit aufzeigt. Auf dieser Basis will die Krankenkasse ihr langfristiges Engagement für einen wertschätzenden gesellschaftlichen Umgang miteinander stärken. Außerdem sollen Menschen, Medien und Unternehmen aufgeklärt und sensibilisiert werden.

Denn das Problem ist allgegenwärtig: So sind oder waren rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland bereits von Diskriminierung oder Vorurteilen betroffen. Dabei weisen die Studienautoren darauf hin, dass Vorurteile selbst ein natürlicher psychischer Prozess sind und uns helfen, unsere komplexe Umwelt in Kategorien zu sortieren und somit schneller reagieren zu können. Diese „Schubladen“ werden jedoch schnell unflexibel und erzeugen generalisierte Bilder von Menschen, die wir bestimmten Gruppen zuordnen und entsprechend behandeln – eine Grundlage für diskriminierendes Verhalten. Während offene Anfeindungen seit den 1980er Jahren seltener geworden sind, nehmen subtilere Formen und Mobbing zu. Hier ist besonders die Veränderung der Kommunikation durch die sozialen Medien zu nennen, die als „enthemmte“ Räume Gelegenheit auch zu anonymen Handlungen bieten. Die Problematik von Vorurteilen und Diskriminierung ist den Befragten der Studie bewusst, wie die folgende Grafik zeigt:

© IKK classic

Die Verbreitung von Vorurteilen wird jedoch deutlich unterschätzt. So werden sie zwar bei der Hälfte aller Menschen vermutet, ein Fünftel der Befragten geht aber davon aus, dass weniger als 50 Prozent Vorurteile haben. Dabei geben durchschnittlich 40 Prozent an, gelegentlich vorurteilsbedingt zu handeln.

© IKK classic

Dabei haben selbst Betroffene häufig Schwierigkeiten, Diskriminierungen als solche zu erkennen. Bei offensichtlichen Handlungen wie Belästigung oder Körperverletzung oder Kontaktabbrüchen ist die Einordnung noch leicht, Benachteiligung bei der Job- oder Wohnungssuche oder sogenannte Mikroaggressionen führen dagegen oft zu großer Unsicherheit in der Wahrnehmung. Gerade letztere werden aber besonders häufig erlebt:

© IKK classic

Unsicherheit, Irritation, Scham und Hilflosigkeit sind oft die ersten Reaktionen auf das Erlebte. Die Fremdbestimmung durch die Reduzierung auf bestimmte Merkmale oder Zugehörigkeiten kann dann zu Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln führen, die in einer Angstspirale enden und die zwischenmenschliche Interaktion langfristig prägen. Schwächere Formen von Diskriminierung führen häufig auch zu Wut und Ungerechtigkeitsempfinden bei den Betroffenen, stärkere rufen eher Gefühle von Demütigung, Ausgrenzung und Entsetzen hervor. Positive Entwicklungen sind selten, auch wenn gerade Ältere und Menschen mit Migrationshintergrund in der Studie angeben, durch das Erlebte „abgehärtet“ zu sein. Verdrängung und längerfristiges Vermeidungsverhalten in Bezug auf bestimmte Situationen oder Menschen prägen anschließend mehrheitlich den Umgang mit dem Erlebten.

© IKK classic

„Diskriminierung führt zu Rückzug führt zu Isolation führt zu Depression“ – diese Zwischenüberschrift der Studie spiegelt sich in den Ergebnissen wieder. So sind Menschen, die unter Diskriminierung leiden, zweieinhalb mal so oft von Depressionen betroffen wie Nicht-diskriminierte. Angststörungen kommen sogar 2,8-mal so häufig vor, Zusammenbrüche oder Burn-out gar 3,4-mal. Verständlicherweise folgt daraus oft ein grundsätzliches Krankheitsgefühl, die Lebenszufriedenheit und –qualität sinkt.

© IKK classic

Wie kann in dieser Situation neuer Halt, neue Stärke gefunden werden? Die Befragten nennen vor allem Partner, Familie und Freunde, aber auch die eigene Kraft – Selbstbehauptungswille, Durchsetzungskraft oder eigene Erfolge – sind eine wichtige Ressource. Zudem spielen Vorbilder sowohl im realen Leben als auch in den Medien eine Rolle, die auch beim Abbau von Vorurteilen helfen können: Sichtbare Diversität erweitert den Horizont dessen, was als „normal“ und als „fremd“ empfunden wird und regt zu Perspektivwechseln an. Im Sozialleben ist der Kontakt zu Menschen einer sozialen Gruppe, der wir mit Vorurteilen begegnen, der stärkste Hebel im Kampf gegen Vorurteile: Das Verfolgen gemeinsamer Ziele, beispielsweise in gemischten Arbeitsteams und mit entsprechender Unterstützung, stärkt diesen Effekt zusätzlich.

Die Ergebnisse dieser Studie sollen der Startschuss für ein langfristiges Engagement der IKK classic gegen Vorurteile und Diskriminierung sein. Dazu gehören neben den Maßnahmen, die bereits jetzt für Betroffene angeboten werden – wie eine 24 Stunden-Hotline oder die Unterstützung bei der Therapeutensuche – die gesellschaftliche Sensibilisierung und die Entwicklung weiterer Maßnahmen. Denn es sollen nicht nur die Symptome, sondern vor allem die Ursachen bekämpft werden – damit es uns allen gemeinsam besser geht.

Die gesamte Grundlagenstudie des rheingold Instituts im Auftrag der IKK classic finden Sie hier:

www.ikk-classic.de/gesund-machen/vorurteile-machen-krank