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Genuss, Gesundheit und Unternehmenskultur

GESOCA ist seit 2014 Dienstleister für gesundheitsorientierte Cateringsteuerung und setzt dabei auf wissenschaftliche Aktualität und Praxisnähe. Im Top Brand-Interview spricht Gründer und Geschäftsführer Christian Feist über die gesundheitlichen Folgen von Lockdown und Home Office und die richtige Motivation für Köch*innen und Kantinengäste.

An Sie als Mensch und nicht als Leiter eines ausgezeichneten Gesundheits-dienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Die letzten 12 Monate waren nach wie vor davon geprägt, mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie umzugehen. Alles von zu Hause aus zu machen war eine intensive Erfahrung. Einerseits haben wir das mehr an Familienzeit sehr genossen andererseits war es ja auch keine Ferien! 

Als Unternehmer haben wir in dieser Zeit unter großer Unsicherheit gearbeitet und viel Energie aufgewendet, in dieser sehr herausgeforderten Branche unseren Kunden stets die bestmögliche Dienstleistung zu bieten.

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“ Wie war Ihr Umgang mit der Pandemie? Hat sich Ihr Portfolio oder sogar Ihre gesamte Organisation verändert?

Anstatt auf Kurzarbeit setzten wir auf Entwicklung und Weiterbildung. So haben wir unsere Dienstleistung in vielen Bereichen neu strukturiert, weiter entwickelt und digitalisiert. Das wird ab nächstem Jahr auch für unsere Kunden spürbar. Sie werden auf eine schnittstellenfähige Web-Anwendung zugreifen können und über interessante Funktionen sehr viel schneller Einblick in die mehrdimensionalen Steuerungs-Möglichkeiten für die Betriebsgastronomie haben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gesundheitskennziffer, die Gästezufriedenheit und die gastronomische Qualität. Auch das wichtige Thema Nachhaltigkeit wird bei uns abgebildet. Zudem haben wir neue Produkte entwickelt, wie z.B. ein umfangreiches Marketing-Paket, das in den Betriebskantinen unserer Kunden dabei hilft, die Kantinen-Leistung und alle Neuerungen im Unternehmen transparent zu machen.

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Wir motivieren “von unten” zu einer zukunftsorientierten Mitarbeiterverpflegung. Die Küche gestaltet immer selbst ihr Angebot und das Team bringt sich mit Kreativität und Handwerklichkeit ein. Sie möchten NICHT erklärt bekommen, wie sie zu kochen haben.
Deswegen setzen wir davor an und verändern die Verhältnisse für die Gastronomen und Caterer so, dass sie sich gerne für mehr Qualität und Gesundheitsorientierung einsetzen, d.h. dass sie gut, gesund und lecker kochen und etwas davon haben.
Mit unserem System kann das Unternehmen das Engagement des Gastronomen nachvollziehen und sogar steuern. So können bestimmte Qualitäts-Schwerpunkte Gesundheitsanforderungen bestimmt werden und leistungsorientierte Anreize geschaffen. Dies lässt einerseits dem Gastronomen die nötige Freiheit und sichert andererseits die Wünsche des Unternehmens an die Mitarbeiterverpflegung.
Kurz: Unsere Stärke ist, dass wir helfen, die gewünschte Veränderung „von unten” aufzubauen anstatt klassisch zu beraten.

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

Wir kooperieren mit einem IT-Unternehmen, dass Kassensysteme und Apps für die
Betriebsgastronomie entwickelt. Dadurch wollen wir helfen, dass auch die Gäste der Kantinen digitaler erreicht werden können. Ausserdem unterstützen wir unsere Kunden, dass die gastronomischen Leistungen mit den BGM-Maßnahmen kooperieren. So können sie BGM und Betriebsgastronomie gegenseitig unterstützen. In den Unternehmen wird immer klarer dass die Betriebsgastronomie mehr kann als Kosten zu verursachen und das BGM hat hier eine sehr wirkungsvolle Kontaktmöglichkeit zu den
Mitarbeitern.

Was war das schönste Feedback Ihrer Kunden während des letzten Jahres?

„Mit GEOCA haben wir Türen geöffnet, die bisher nie aufgegangen sind.“
Dieses Feedback kam von einem Kunden, der schon vor der Arbeit mit uns eine gute Betriebsgastronomie hatte. Für mich, als leidenschaftlicher Koch und Gastronom, ist der schönste Moment, wenn die Köche erkennen, dass sie die Arbeit mit uns weiterbringt und sie durch die Sichtbarkeit heute deutlich motivierter sind als davor. Manchmal dauert das. Hat aber bisher immer geklappt.

Was verändert sich durch Corona in der Betriebsgastronomie?

Wir sind noch mittendrin. Jetzt geht es erst einmal darum, wieder in ein “normales” Fahrwasser zu kommen. Mittelfristig haben wir es aber mit substanziellen Veränderungen zu tun, die sich jetzt langsam abzeichnen. Bisher hat sich die Betriebsgastronomie als Gastronom verstanden. Das war von 20 Jahren eine gute Entwicklung. Damals wurde die Kantine zum Betriebsrestaurant. In den letzten 2 Jahren wurde durch Corona überdeutlich, dass gesunde und ausgewogene Ernährung ein wichtiger Teil für allgemeine Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und Leistungsfähigkeit ist. Das zentrale Thema ist dabei das gesunde Körpergewicht und damit verbunden die Prävention ernährungsbedingter Erkrankungen.

Verstärkt wurde das durch Homeoffice, wo viele Menschen leider nicht ihr Gewicht halten konnten (40% der Deutschen haben im Homeoffice zugenommen!). Damit kommt der Gemeinschaftsverpflegung heute eine wichtige neue Bedeutung zu, die sich auf das Geschehen in den Restaurants auswirken wird. Es geht um eine ausgewogene, gesunde und gute Ernährung, die in den Betriebsrestaurants propagiert und übergreifend zu Verfügung gestellt werden muss. Da geht es um die Angebote, aber auch um einen Know How-Transfer, um sowohl im Homeoffice als auch an den
Präsenztagen gut versorgt zu sein.

Es reicht also nicht mehr, „nur“ auf Genuss zu setzen. Es braucht mehr! In Zukunft muss sich die Betriebsgastronomie als Verhältnisschaffer für gesundherhaltenden Genuss verstehen. Verstärkt würde das, im dem sich Gastronomie und BGM tatsächlich vernetzt arbeiten würden.

Beispiele sind:

  • Ernährungsberatung und Kantine „sprechen eine Sprache“
  • Das Fitnessstudio empfiehlt das Kantinenessen!
  • Individuelle Ernährungsprotokolle sind dank Verknüpfung mit der Kantine einfach
  • Gesund Essen im Homeoffice wird durch die Kantine unterstützt
  • Köche und Köchinnen zeigen, wie „gesund Kochen“ geht
  • BGM-App und Kantinen-App gehören zusammen
  • Gemeinsame Aktionen von BGM und Kantine

Viele der Veränderungen in der Arbeitswelt, die für die Bewältigung der Coronakrise notwendig waren, werden bleiben. Eine Kantine, die Genuss, Gesundheit und Unternehmenskultur verbindet, stärkt alle Beteiligten im Unternehmen. Allen voran die Gäste, denen es dank der Kantine leichter fallen wird, wieder mehr auf ihre Gesundheit zu achten und „in Form“ zu bleiben.

Prävention vor Kuration – Herausforderungen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement

Die weltweite Corona-Krise zeigt, wie wenig wir auf eine massenhafte Verbreitung potenziell tödlicher Viren vorbereitet sind. Auch wenn es gelingt, die aktuelle Pandemie zu kontrollieren, bleibt die Frage: Tun wir genug zur Prävention d.h. Früherkennung und Verhütung der nächsten? Ist Kuration alternativlos? Ist es nicht humaner und effizienter, Gesundheitsgefahren schneller zu erkennen und zu erkämpfen?

In der Corona-Pandemie stehen Leben und Gesundheit großer Teile der Gesellschaft auf dem Spiel. Nicht übersehen sollten wir jedoch, dass wir bereits von einer Epidemie ganz anderer Art betroffen sind: dem langjährig beobachtbaren Anstieg psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeit und den damit verbundenen enormen Folgekosten für Unternehmen, Versorgungseinrichtungen und die Sozialversicherung.

Prävention gesundheitlicher Gefährdungen schützt die Beschäftigten und stützt die Unternehmen. Voraussetzung dafür ist ein datenbasiertes BGM, das aussagekräftige Kennzahlen liefert über den Gesundheitszustand einzelner Arbeitsbereiche, ganzer Organisationen oder Branchen und dabei interdisziplinär vorgeht – zur frühzeitigen Identifizierung von Risiken und Entwicklung gezielter gesundheitsförderlicher Projekte. 

Auf unserer diesjährigen BGM-Fachtagung möchten wir diese Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven und mit Blick auf verschiedene Branchen gemeinsam mit Ihnen und ausgewiesenen Fachreferent*innen diskutieren.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? dann freuen wir uns, Sie am 25. November 2021 bei der Online-Veranstaltung zu begrüßen.

Anmeldung zur Online-Veranstaltung (Zoom) unter:

www.bgm-bielefeld.de/bgm-fachtagung

Tagungsbeitrag: 185 Euro
155 Euro für Teilnehmer*innen der Weiterbildungsprogramme „Betriebliches Gesundheitsmanagement“

Programm

10.00 Uhr

Begrüßung und Eröffnung der Fachtagung

Dr. Uta Walter, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V.

10.15 Uhr

Key-Note: Nachhaltige Unternehmensführung und Reporting nichtfinanzieller Kennzahlen

Prof. Dr. Bernhard Badura, Universität Bielefeld

11.00 Uhr

Kaffepause

  • Gelegenheit zum Austauschen und Netzwerken
  • Aktive Pause

11.15 Uhr

Parallele Workshops (s.u.)

13.00 Uhr

Mittagspause

14.00 Uhr

Parallele Workshops (s. u.)

15.45 Uhr

Kaffepause

  • Gelegenheit zum Austauschen und Netzwerken
  • Aktive Pause

16.15 Uhr

Key-Note: Prävention vor Kuration – Gesundheitsberichterstattung am Beispiel des bremischen öffentlichen Dienstes

Michael Gröne, Senator für Finanzen, Bremen

17.15 Uhr

Zusammenfassung und Abschluss

17.30 Uhr

Ende der Fachtagung

Parallele Workshops

Vormittag

Workshop 1

Gesundheit im Unternehmen präventiv und organisationsweit gestalten – Erfahrungen aus dem Bankensektor

Martina Kohrig, Sparkasse Vest, Recklinghausen

Workshop 2

Pflege.Kräfte.Stärken: Qualitätsgesicherte Ansätze für BGF und BGM in der Pflege

Werner Winter, AOK-Bundesverband, Berlin

Nachmittag

Workshop 3

Corona und die Folgen für BGM: Erkenntnisse einer qualitativen Studie

Dr. Uta Walter und Julia Rotzoll, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V.

Workshop 4

Warum alle wollen und zu wenig passiert: Standards und Erfolgsfaktoren für wirksame Routinen im BGM

Dr. Sabine Meier (Health at Work( und Sascha Gutmann (Techniker Krankenkasse), Netzwerk Gesunde Betriebe OWL, Bielefeld

The Future of Recruiting

Home Office boomt – nicht zuletzt „dank“ der Corona-Pandemie. Die softgarden-Studie „Future of Recruiting“ zeigt, wie sehr die Ansprüche von Jobsuchenden und die Angebote der Unternehmen in dieser Hinsicht auseinandergehen und welche Prioritäten Personalabteilungen in Zukunft setzen sollten.

Befragt wurden insgesamt 3.561 Bewerber*innen sowie 251 HR-Verantwortliche, Zeitraum der Studie war Mai bis August 2021. Es zeigt sich, dass insbesondere Home Office bzw. remote work entscheidend für die Jobsuche ist. So suchen 70,6% bereits jetzt nach entsprechenden Jobs, drei Viertel gehen davon aus, dass die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten, nach Corona ein Schwerpunkt bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers sein wird. Dennoch beziehen nur 23,4% der aktuellen Jobanzeigen Home Office ein. Zudem glauben lediglich 49% der befragten HR-Verantwortlichen, dass zukünftig mehr remote work von ihren Unternehmen angeboten werden wird.

Auch die Erwartungen an die digitale Fitness von Arbeitgebern sind im Angesicht der Pandemie gewachsen: Fast 85% der Bewerber*innen erwarten eine bessere technische Ausstattung als bisher, mehr als drei Viertel und 76% rechnen bezüglich digitaler Prozesse mit größerer Transparenz. Über 70% erwarten zudem mehr Schnelligkeit.

Insgesamt hat Corona die Prioritäten von Jobsuchenden sichtbar beeinflusst. Softgardens Studie zeigt, dass „New-Work-Klassiker“ wie Sinn, engagierte Führungskräfte und Eigenverantwortung an Zustimmung verloren haben, wenngleich sie weiterhin aufgezählt werden. Wichtigste Aspekte bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sind nun eine offene Kommunikation (51,9%), ein gutes Gesundheitsmanagement (45,8%) sowie Jobsicherheit (45,2%). New Work selbst ist zwar für HR-Verantwortliche mit 75,5% weiterhin sehr relevant bei der Bewerbersuche, allerdings geben 41,4% der Jobsuchenden an, ihnen sei der Begriff unbekannt.

Wie bereits einige andere Studien zeigt auch die softgarden-Untersuchung, dass „business as usual“ nicht mehr zeitgemäß ist und Unternehmen sich bei der Suche nach den besten Fachkräften auf die neuen Entwicklungen einstellen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die strategische Entwicklung entsprechender Faktoren wird in den nächsten Jahren entscheidender denn je.

Die gesamte Studie finden Sie hier»

„Ein Rückblick ist kein Ausblick“

company bike mobilisiert bereits seit 2012 Unternehmen mit Dienstfahrrädern und einem Rundum-Sorglos-Service aus digitaler Abwicklung, individualisiertem Portal und mobilem Reparaturservice. Im Interview spricht CEO Maximilian Acht über Mobilität im Corona-Lockdown, die Gleichstellung von Mobilitätsangeboten und gelebte Strukturen als Grundlage für individualisierte Lösungen.

An Sie als Mensch und nicht als Leiter eines ausgezeichneten Gesundheits-dienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Das letzte Jahr war geprägt von einer gesellschaftlichen Verunsicherheit, welche auch in meinem privaten Umfeld stark spürbar war. Es wurde viel geredet, spekuliert und diskutiert. Das alltägliche Leben wurde hierbei auf eine ernste Probe gestellt. Letztlich hat es mich in meinem 

Handeln bestärkt, Dinge sachlich zu erörtern und mich an den positiven Entwicklungen zu orientieren. Durch ständige Kritik schaffen wir keine Lösungen und ein Rückblick ist kein Ausblick. Ich schaue konsequent nach vorne und gestalte eine bessere Zukunft.

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“ Wie war Ihr Umgang mit der Pandemie? Hat sich Ihr Portfolio oder sogar Ihre gesamte Organisation verändert?

Bereits wenige Tage nach dem ersten Lockdown haben wir die zusätzliche Nachfrage an unseren nachhaltigen Mobiltitätsangeboten deutlich gespürt. Somit fühlen wir uns in unserem Handeln bestätigt und sehen die Erfahrungen aus der Pandemie als weiteren Ansporn. Mit unserer eigenen Supply Chain und unseren volldigitalisierten Prozessen konnten wir von Beginn der Pandemie an auf eine stabile Infrastruktur vertrauen. Unser junges Team hat die neue Situation sehr verantwortungsbewusst und offen angenommen, sodass wir jederzeit voll handlungsfähig gewesen sind.

 

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Das gewohnte Mobilitätsverhalten im Berufsalltag beeinflusst häufig auch die Fortbewegung in der Freizeit. Wir unterstützen den Mobilitätswandel in großen und mittelständischen Unternehmen und fördern die Nutzung des Fahrrads/E-Bikes als weitreichende Alternative zum Auto. Das Resultat sind gesündere Mitarbeiter mit einer hohen Identifikation zu ihrem Arbeitgeber. Durch eine aufwandsarme Administration und maßgeschneiderte Servicelösungen schaffen wir erhebliche Mehrwerte für alle Beteiligten.

 

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

In zahlreichen Unternehmen und Branchen gibt es weiterhin Barrieren bei der Gleichstellung von Firmenwagen und Firmenrad. Wir engagieren uns daher in verschiedenen Interessensverbänden, damit Arbeitnehmer aller Branchen in den Genuss der nachhaltigen Subventionierung kommen. Darüber hinaus analysieren wir aufkommende Bedürfnisse im Markt, der durch das veränderte Mobilitätsverhalten eine sehr große Dynamik erlebt und sich täglich weiterentwickelt. Wir reagieren mit innovativen Lösungsansätzen und setzen hierbei stets neue Maßstäbe.

 

Was war das schönste Feedback Ihrer Kunden während des letzten Jahres?

Wir freuen uns sehr, dass wir reihenweise glückliche Rückmeldungen von unseren Kunden erhalten. Häufig stehen hierbei die wiedererkannte Freude am Radfahren und der große Radius mit elektrischer Unterstützung im Vordergrund. Besonders während des Lockdowns konnten wir zudem viele Kunden mit unserem mobilen Service und unserer persönlichen (coronakonformen) Nähe begeistern. Unser hybrides Geschäftsmodell (digitale Auswahl & physischer Service) ist für viele die perfekte Synergie der Gegenwart.

 

Was macht Company Bike anders als andere Anbieter?

Wir gestalten ein sinnvolles Angebot ohne unnötige Preistreiber, getreu dem Motto „die schönsten Blumen statt den ganzen Strauß“. In der Zusammenarbeit mit großen und mittelständischen Unternehmen sehen wir dies als unsere Verantwortung gegenüber den verschiedenen Personengruppen. Zudem passen wir unsere Dienstleistung bis ins Detail an die gelebten Strukturen an und ermöglichen einzigartige Services. Hierbei bieten wir alle Leistungsbestandteile aus einer Hand an, sodass Vorgaben in jedem Prozessabschnitt berücksichtigt werden können. Individualisierte Lösungen sind für uns der Schlüssel zu einer langfristigen Zusammenarbeit mit sämtlichen Geschäftspartnern.

Geringer Krankenstand – hohe psychische Belastung: Gesundheitsreport 2021 der Techniker Krankenkasse nach einem Jahr Corona-Pandemie

Mehr als ein Jahr hat die Corona-Pandemie Deutschland schon im Griff und beeinflusst maßgeblich das Leben der Bevölkerung. Auch wenn inzwischen wieder viele Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgehoben wurden, zeigt der Gesundheitsreport 2021 der Techniker Krankenkasse», dass der Dauerlockdown bei den Menschen Spuren hinterlassen hat.

Für die Ergebnisse des Gesundheitsreports wurden die Arzneimittelverordnungen und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von 5,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet. Zudem wurden die Ergebnisse einer bundesweiten bevölkerungsrepräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstitut Forsa, welche 1.000 Menschen im Mai 2020 und März 2021 telefonisch zu ihrer Belastung durch Corona befragt haben, mit in die Auswertung einbezogen.

Im März dieses Jahres fühlten sich demnach 42 Prozent der Bevölkerung in Deutschland stark oder sogar sehr stark von der Corona-Situation belastet. Ein Jahr zuvor bei der Befragung im Mai 2020 waren es noch 35 Prozent.  Auffällig ist, dass sich vor allem die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen überproportional mehr durch die Corona-Pandemie belastet fühlten als die durchschnittliche Bevölkerung. Fehlende persönliche Treffen mit Verwandten oder Freunden und Angst, dass Angehörige oder Freunde an Corona erkranken, wurden als Hauptbelastungsfaktoren empfunden. Bei Berufstätigen wurde zudem auch häufig über vermehrten Stress am Arbeitsplatz berichtet.

Besonders gestresst fühlten sich Eltern mit mindestens einem Kind, die im Home Office arbeiten. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) dieser Gruppe gaben im März an, stark oder sehr stark durch die Pandemie belastet zu sein. Bei der ersten Erhebung im Mai 2020 waren es 45 Prozent. Berufstätige im Home Office ohne Kinder fühlten sich hingegen weniger gestresst. An beiden Befragungszeitpunkten gaben nur 31 Prozent der Beschäftigten an, stark oder sehr stark durch die Corona-Situation belastet zu sein. Von den Berufstätigen, welche in Präsenz arbeiten, gaben knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten an durch die Pandemie belastet zu sein. Das gilt sowohl für die Beschäftigten mit als auch diejenigen ohne Kinder.

Essentiell ist daher weiterhin das Schaffen einer gesunden Arbeitsumgebung, ob im Büro oder im Home Office. Unternehmen können sich dabei auch von der TK Unterstützung im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements holen. Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: „Dabei geht es nicht nur um einen ergonomischen Arbeitsplatz und eine reibungslose IT. Die viel größere Herausforderung ist es, auch auf die Entfernung eine wertschätzende, vertrauensvolle und transparente Arbeitskultur zur verankern. Das sind entscheidende Faktoren für Motivation, Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Die zunehmende Belastung in der Bevölkerung im Verlauf der Corona-Pandemie wurde auch von einer Langzeitstudie des psychologischen Instituts der Technischen Universität Chemnitz, die in Kooperation mit der TK durchgeführt wurde, festgestellt. Die sozialen und beruflichen Herausforderungen haben den Stress der Menschen dauerhaft erhöht; gleichzeitig war es durch die Maßnahmen im Lockdown kaum möglich, die eigenen Ressourcen wieder aufzufüllen, beispielsweise durch Reisen, Sport- und Kulturveranstaltungen oder Treffen im Freundeskreis. Laut Studienleiter Professor Dr. Bertholt Meyer» kann dieses Ungleichgewicht auf Dauer zur Erschöpfung und in schweren Fällen zum Burnout führen. Auch Angebote zu Stressmanagement und individueller Ressourcennutzung sind Bestandteil eines umfassenden und nachhaltigen Gesundheitsmanagements in Unternehmen und helfen bei der Prävention von Erschöpfungszuständen.

Geteilte Meinungen zu unbezahlter Quarantäne für Ungeimpfte

Mehrere Bundesländer lehnen die weitere Lohnfortzahlung für Beschäftigte, die nicht gegen COVID-19 geimpft sind und in Quarantäne müssen, ab. Dazu gehören unter anderem Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Während Gewerkschaften eine inoffizielle Impfpflicht und viele innerbetriebliche Konflikte befürchten, begrüßen Arbeitgeber diesen Schritt als Weg zu Fairness und besserem Gesundheitsschutz.

Normalerweise erhalten Arbeitnehmer*innen eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz, wenn sie aufgrund des Kontakts zu Corona-Erkrankten in behördlich angeordnete Quarantäne müssen. Da mittlerweile ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, wollen die Länder den Druck auf Ungeimpfte erhöhen und keine Lohnfortzahlung mehr leisten. Ausnahmen sollen für medizinische Ausschlussgründe gelten.

„Wir bieten allen Bürgerinnen und Bürgern ein kostenloses Impfangebot. Möchte man dieses Angebot nicht wahrnehmen, so ist das für jede Person ihr Recht. Aber dann muss man auch die Verantwortung für sein Tun beziehungsweise sein Unterlassen tragen“, erklärt Clemens Hoch, Gesundheitsminister von Rheinland-Pfalz, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland».

Die Gewerkschaften stehen dieser Entwicklung kritisch gegenüber. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke», es werde offenbar versucht, eine „Impfpflicht durch die Hintertür“ einzuführen. Stattdessen solle weiterhin verstärkt für Impfungen geworben werden, so wie die Gewerkschaften es seit Monaten täten – auch durch die Arbeitgeber.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände wiederum verweist auf die Anstrengungen der Arbeitgeber, ihre Beschäftigten auch in der Pandemie bestmöglich zu schützen. Dafür seien allerdings die entsprechenden Instrumente nötig, beispielsweise die Abfrage des Impfstatus der Mitarbeiter*innen. Dies ist nach einem Kompromiss der Bundesregierung bisher nur in einzelnen Branchen möglich, um sensible Gesundheitsdaten zu schützen. Der Status anderer Impfungen, zum Beispiel gegen Infektionskrankheiten wie Masern, darf allerdings bereits jetzt für Beschäftigte in Gemeinschafts- oder medizinischen Einrichtungen abgefragt werden. Für sensible Bereiche wie Altenpflege und Kinderbetreuung soll diese Regelung auch für die Impfung gegen COVID-19 gelten. BDA-Präsident Dr. Rainer Dulger fürchtet», dass diese „Mini-Ausweitung des Fragerechts beim Arbeitgeber“ dem Gesundheitsschutz der Mitarbeiter*innen Steine in den Weg lege. Das Fragerecht solle auf alle Branchen und Betriebe ausgeweitet werden. In Bezug auf die wegfallende Lohnfortzahlung im Quarantänefall sagte Dulger dem RND», Menschen, die sich trotz entsprechender Möglichkeit nicht impfen ließen, müssten auch die entsprechenden Konsequenzen tragen. Er könne sich allerdings staatliche Anreize» wie Geldprämien oder Fußballtickets vorstellen, um das Impftempo zu erhöhen.

„Wir legen den Schalter auf ON!“

prevent.on bietet bereits seit über zwanzig Jahren stetig weiterentwickelte Gesundheitsdienstleistungen an und arbeitet dafür mit einem Netzwerk aus über 800 Ärzt*innen, Therapeut*innen und Coaches zusammen. Im Interview sprechen die Geschäftsführer Dr. Nadine Schuster und Dr. Jochen Haack über die Vollbremsung durch die Pandemie, die nachhaltige Pflege des Immunsystems und die digitale Weiterentwicklung von prevent.on.

An Sie als Mensch und nicht als Leiter eines ausgezeichneten Gesundheitsdienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Ich differenziere diesen Zeitraum einmal in „Beginn der Pandemie“ und „weiterer Verlauf der Pandemie“. Meine größte Herausforderung zu Beginn der Pandemie war es, mit der radikalen Vollbremsung des privaten und öffentlichen Lebens zurechtzukommen. Von heute auf morgen war der Kindergarten geschlossen, durften wir unsere Eltern und Großeltern nicht mehr besuchen, kamen die Patient*innen nicht mehr in die Praxis, fanden Meetings nur noch virtuell statt. Auch für mich, einen Menschen, der mit Veränderungen gut umgehen kann, sie sogar unbedingt im Leben braucht, war diese erste Phase der Pandemie eine Herausforderung. Vor allem deswegen, weil die zeitliche Planbarkeit in Frage gestellt war. Wie lange wird das so sein? Ein paar Wochen? Monate? Vielleicht für immer? Im Verlauf dieser Pandemie wurde mir zudem bewusst, wie unterschiedlich die Menschen mit dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung umgehen, wie wichtig Sicherheit für viele ist und wie vermeintlich gering die Risikokompetenz in unserer Bevölkerung ausgeprägt ist. Das war vielleicht mein größter Lernprozess und auch einer, der in die Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen mit eingeflossen ist. Denn die letzten 12 Monate haben uns gezeigt, dass gewisse Risiken im Leben nicht unbedingt vorhersehbar sind und wir dennoch damit umgehen müssen.

Dr. Nadine Schuster, Geschäftsführerin von prevent.on

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“ Wie war Ihr Umgang mit der Pandemie? Hat sich Ihr Portfolio oder sogar Ihre gesamte Organisation verändert?

Wir haben das Motto „Jetzt erst recht!“ für uns verinnerlicht – oder mit unserem Slogan gesprochen: „Wir legen den Schalter auf „ON“. Wir haben schnell zu Beginn der Pandemie mit unseren Kund*innen Kontakt aufgenommen und die Bedürfnisse oder besonderen Herausforderungen erfragt. Durch die Verbote der Dienstreisen der Firmen gab es im medizinischen Bereich natürlich zunächst weniger Untersuchungen an unseren Standorten. Nach Aufhebung dieser Verbote wurde der Checkup auch vor dem Hintergrund der Identifikation eigener Risikofaktoren wieder vermehrt in Anspruch genommen. Auch hier zählt wieder unser Motto „Schalter auf ON umlegen“: was kann ich heute dafür tun, damit ich mich fit und resilient mache? Das heißt natürlich nicht, dass ich durch meinen Lebensstil eine Erkrankung komplett vermeiden kann. Aber ich kann meinen Beitrag zu einer besseren Immunkompetenz und zu einer optimistischen Lebenseinstellung leisten.

Und hier spielt ein anderer wichtiger Aspekt eine Rolle, denn der psychomentale Bereich, der andere Schwerpunkt der prevent.on GmbH, hat in den vergangenen mittlerweile 15 Monaten einen besonderen Zulauf erfahren. Menschen haben aufgrund der Pandemie Angehörige verloren, der Arbeitsplatz ist oder war bedroht, sie haben eine Covid-19-Erkrankung überstanden und waren auf Intensivstation, sie haben eine Verschlimmerung einer vorhandenen depressiven Erkrankung erfahren und so weiter. Die Pandemie wirkte wie ein Brennglas für die Entstehung oder Beschleunigung von psychomentalen Beanspruchungsfolgen und hat uns darin bestärkt, mit unseren Angeboten für Firmen und Krankenkassen auf dem richtigen Weg zu sein. Mit einigen unserer Bestandskund*innen aus dem Checkup-Bereich haben wir schnelle psychologische Unterstützungsangebote für Mitarbeiter*innen ins Leben gerufen und unsere bundesweit über 850 Psychotherapeut*innen aktiviert, schnell und unkompliziert Beratung und Therapie zur Verfügung zu stellen. So konnten wir unmittelbar reagieren und in manchen Fällen Chronifizierung vorbeugen.

Wir decken als Unternehmen mit unserem Portfolio einige aktuelle Bedarfe von Unternehmen im Bereich Gesundheit ab. Die Pandemie hat zudem ein Brennglas auf den Megatrend der Digitalisierung gelegt – und auch wir haben unser Portfolio in diesem Kontext angepasst. Ab Januar 2021 gibt es einen rein digitalen Checkup für Mitarbeiter*innen aus Unternehmen jeglicher Größe. Dies ist zum einen ökonomisch für viele Firmen sinnvoll, zum anderen löst es auch Probleme, die durch Themen wie zeitliche und räumliche Flexibilisierung der Arbeit neu aufgetreten sind.

Und abschließend: wir haben uns auch als Organisation neu aufgestellt. Wir sind gewachsen, haben Mitarbeiter*innen eingestellt, unsere Prozesse optimiert, um noch schneller auf kundenseitige Veränderungen reagieren zu können. Wir haben mittlerweile eine Tugend aus der virtuellen Kommunikation gemacht und „sehen“ uns seither sogar häufiger als vorher, da wir an unterschiedlichen Standorten arbeiten. Aber dieser Prozess hat am eigenen Leib die Herausforderungen großer Unternehmen gezeigt: die Corona-Pandemie hat Homeoffice zunächst zur Regel erklärt, aber den individuellen Umgang damit offen gelassen. Die völlige Entgrenzung der Arbeit, die sich schon seit einigen Jahren anbahnte, hat in den letzten 15 Monaten den Zenit erreicht und deutlich gemacht, wie unterschiedlich Menschen darin sind, Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben zu brauchen oder sogar gänzlich ablehnen. „Führen und geführt werden im digitalen Zeitalter“ und deren Auswirkungen wurde schneller als gedacht zur Hauptaufgabe der Unternehmen und wird uns noch lange beschäftigen.

Dr. Jochen Haack, Geschäftsführer von prevent.on

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Die Corona-Pandemie hat unsere Kernkompetenz als Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen tangiert, denn Stress und Belastungen, und dazu gehören auch die verschiedenartigen beruflichen und privaten Belastungsfaktoren im Rahmen der Corona-Pandemie, können dazu beitragen, dass unser Immunsystem anfällig wird für Infektionen. Ein starkes Immunsystem wiederum kann dazu beitragen, dass die Chance einer Infektion geringer ist und dass eine allfällige Infektion weniger schwerwiegend verläuft. Die eigenen Abwehrkräfte können mit verschiedenen Maßnahmen gestärkt werden: Eine ausgewogene Ernährung mit einer genügenden Aufnahme von Flüssigkeit wird bereits breit empfohlen. Daneben gibt es weitere vorbeugende Maßnahmen, die im Alltag helfen können, das Immunsystem gesund zu erhalten: kein Vitamin D-Mangel, mäßiger Alkoholkonsum, nicht Rauchen, ausreichend Bewegung, insbesondere an der frischen Luft, und genügend Schlaf sind für ein gesundes Immunsystem ebenso wichtig. Des Weiteren sollte auch lange andauernder (chronischer) Stress vermieden werden. Diese Tipps für einen gesunden Lebensstil gelten nicht nur für die Stärkung des Immunsystems, sondern sind auch zur Prävention von nicht übertragbaren Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder Krebs wirksam.

Und hier liegt die Stärke von prevent.on: Schon vor der Pandemie waren die Identifikation von Risikofaktoren zur Ausbildung von körperlichen und psychischen Erkrankungen und die Stärkung von Schutzfaktoren unsere täglichen Arbeitsschwerpunkte. Wir führen an mittlerweile 9 Checkup-Standorten und in über 850 psychotherapeutischen Praxen Untersuchungen und Beratungen auf höchstem Niveau durch und sind Experten in Stärkung individueller und organisationaler Resilienz. Resilienz heißt, nach widrigen Erfahrungen der Vergangenheit wieder aufzustehen und positive Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Unsere Haltung der Ressoucenorientierung macht uns zu wichtigen Partnern für unsere Kundenunternehmen, gerade weil es jetzt um die Übertragung von „Lessons learned“ auf die Zukunft geht.

 

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

Zwei große Projekte, die beide mit dem Megatrend der Digitalisierung bzw. Konnektivität zu tun haben, stehen in der Pipeline. Die Pandemie bietet die Grundlage für zahlreiche Veränderungen: Möglicherweise werden wir weiterhin vermehrt mobiler arbeiten, dabei weniger reisen und uns somit häufiger in einer Videokonferenz besprechen. Wir haben uns vielleicht auch in einigen Bereichen an das Online-Shopping gewöhnt und können uns gut damit identifizieren, dass wir uns im wahrsten Sinne des Wortes in virtuellen Räumen bewegen, um Sport zu treiben. Alles wird digitaler und exakt diese Digitalisierung ermöglicht es uns, gewisse Dinge zu vereinfachen.

Zum einen möchten wir unsere Kund*innen und Klient*innen zukünftig smart und komfortabel durch den prevent.on-Checkup führen: Von der Einladung über die Terminauswahl, der Beantwortung von Fragen zu der medizinischen und psychischen Gesundheit bis zur Ergebnisdarstellung wird alles digital stattfinden. Auch die Nachverfolgbarkeit vereinbarter Ziele und die Darstellung von Veränderungen über die verschiedenen Checkups werden Bestandteil des neuen prevent.on-Gesundheitsportals sein.

Wir stehen zum anderen kurz vor dem Launch unseres rein digitalen Checkups, worauf wir schon gespannt sind und auf dessen Markteinführung wir uns sehr freuen! Was erwartet die Kund*innen bei einem (fast) rein digitalen Checkup? Die Klient*innen erhalten von ihrem Arbeitgeber einen anonymisierten Code, loggen sich mit diesem in unser System ein, registrieren sich und füllen zunächst zwei Fragebögen mit medizinischen und psychologischen Fragen aus. Sie drucken sich im Anschluss einen Voucher aus und vereinbaren einen Termin mit ihrem Betriebs-oder Hausarzt, um körperlich untersucht zu werden und diagnostisch und präventivmedizinisch wichtige Werte zu ermitteln (Blutabnahme, Blutdruck, Größe, Gewicht, Bauchumfang). Der Arzt schickt diese Werte zurück an prevent.on. Der Klient vereinbart darauf online ein telemedizinisches Abschlussgespräch mit einem Gesundheitsberater, bei dem die Ergebnisse der Fragebögen, eventuellen „red flags“ und die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung besprochen sowie Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden. Der Klient hat jederzeit Zugang zu seinen Ergebnissen und erhält in seinem Bereich Tipps und Tricks zur Verhaltensänderung. Hier schließt auch unsere Vision für die kommenden Jahre an: wir wollen der Veränderungsbegleiter für unsere Kundenunternehmen und Klient*innen sein und die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie in eine gesunde Zukunft tragen. Wir wollen Menschen und ganze Unternehmen in ihrer Gesundheit stärken, Führungskräfte zu gesunden Vorbildern entwickeln, sowohl in ihrer Haltung als auch in ihrem Verhalten. Dazu investieren wir gerade in den extrem spannenden Bereich der Künstlichen Intelligenz, um noch besser und individueller diagnostizieren und beraten zu können.

 

Was war das schönste Feedback Ihrer Kunden während des letzten Jahres?

Ein Klient sagte zu einer meiner Mitarbeiter*innen an unserer Hotline, die sich um die schnelle Vermittlung in Psychotherapie oder Beratung kümmert, folgendes: „Endlich habe ich eine Beratung gefunden, die mir hilft. Ich kann mich sortieren, habe wieder den Eindruck „hinter dem Ball zu sein“ und das Spiel mitzugestalten. Ich kann mich wieder konzentrieren und bin zuversichtlich, dass ich die Herausforderungen meistern werde. Innerhalb von wenigen Tagen hatte ich einen Termin bei einer Psychologin. Ich bin froh, dass mein Arbeitgeber das ermöglicht. Naja, er hat ja auch etwas davon 😊.“

AOK-Pflege-Report 2021: Belastung von Pflegekräften durch Corona weiter gestiegen

Kranken- und Altenpflege sind auch unter normalen Umständen herausfordernde Berufe: große Verantwortung, Schichtdienst und hoher Arbeitsdruck verstärken vorhandene Belastungen, sodass krankheitsbedingte Fehlzeiten häufig sind. Der neue Pflege-Report der AOK» zeigt nun, wie diese während der COVID-19-Pandemie zugenommen haben.

Corona führte einerseits zu erhöhtem Pflegeaufwand für schwer gefährdete oder bereits erkrankte Personen, andererseits zu einem hohen Risiko, sich selbst zu infizieren. Krankheits- oder risikobedingte Ausfälle bedeuteten zusätzlich eine weiter erhöhte Arbeitsverdichtung und –belastung. Die sogenannte erste Welle der Pandemie ist daher auch an den Arbeitsunfähigkeitstagen abzulesen: im März 2020 lagen diese für Pflegekräfte durchschnittlich 4,7 Tage höher, im April immer noch etwa 2,1 Tage.

Die AOK nennt neben Berufen in der Kinderbetreuung und –erziehung, die trotz Lockdown-Maßnahmen weiterhin Kontakt zu vielen Menschen hatten, die verschiedenen Bereiche der Pflege als am meisten Betroffene von COVID-19-Diagnosen: für die Altenpflege vermerkt der Report 2.083 Erkrankte pro 100.000 Versicherte, für die Gesundheits- und Krankenpflege 2.016 und für die Fachkrankenpflege 1.905. Der Durchschnitt aller Berufe liegt bei 1.183 Erkrankten pro 100.000 Mitgliedern.

Auch die psychische Belastung der Pflegekräfte ist während der Pandemie weiter angestiegen, allerdings nicht so stark wie in den Vorjahren. Dennoch liegt sie weiterhin weit über dem Durchschnitt, wie sich anhand der Arbeitsunfähigkeitstage zeigt. Durchschnittlich fehlen Pflegekräfte 5,8 Tage pro Jahr aufgrund von psychischen Erkrankungen, für andere Berufe sind es nur 3,0 Tage.

In Bezug auf das Betriebliche Gesundheitsmanagement in den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern zeigt sich laut Pflege-Report ein deutlicher Unterschied zwischen größeren und kleineren Häusern: während erstere die entsprechenden Strukturen und Ressourcen vorhalten können und entsprechend aufbauen und weiterentwickeln, habe für kleinere Unternehmen das Tagesgeschäft oft Vorrang. Gerade während der Pandemie seien aber insgesamt viele Angebote zurückgestellt worden, wobei die Beschäftigten besonders BGF-Angebote zur Stressbewältigung oder Resilienz sowie psychosoziale Unterstützung nachfragen. Auch Führungskräfte wünschen sich laut Report mehr Unterstützung, unter anderem zu gesunder Führung, Kommunikation sowie Maßnahmen zur Förderung der Teamarbeit. Die Studie leitet daraus verschiedene Handlungsempfehlungen ab, darunter die vermehrte Form hybrider Formen der psychosozialen Entlastung, die bessere Unterstützung und Vorbereitung von Führungskräften sowie die Beteiligung von Pflegekräften an der Entwicklung digitaler oder hybrider Angebote, um diese passgenau aufzubauen. Angesichts des bereits jetzt bestehenden Fachkräftemangels im Gesundheitsbereich ist es umso wichtiger, Beschäftigte langfristig gesund, motiviert und leistungsfähig zu halten – das Betriebliche Gesundheitsmanagement spielt dabei eine zentrale Rolle.

Keine Alibi-Aktionen mehr

Der Hilfsmittelhersteller Bauerfeind AG nutzt langjähriges Know-How aus Sportmedizin und Reha für fundierte Präventions- und umfassende Gesundheitsangebote. Christian Weyer, Leiter des Bereichs Betriebliche Prävention, spricht im Interview über die wichtige Vernetzung von Gesundheitsthemen und -akteuren und die Frage, warum Gesundheitsmanagement nicht nur Luxus, sondern auch Wert ist.

An Sie als Mensch und nicht als Leiter eines ausgezeichneten Gesundheits-dienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Christian Weyer, Leiter Betriebliche Prävention Bauerfeind AG

So wichtig das Planen und Kalkulieren mit dem „spitzen Bleistift“ auch ist – es kann jederzeit passieren, dass ein dicker Strich durch die Rechnung gemacht wird. Damit muss man leben lernen und auch die Chancen darin sehen: Mehr Abstand zum Tagesgeschäft, mehr Zeit für Dinge, die weniger dringlich, aber ebenfalls wichtig sind.

Erstaunt hat mich, wie unterschiedlich viele Unternehmen das Thema BGM in den letzten Monaten angegangen sind: Manche haben alle Aktivitäten eingestellt, andere zumindest Notfallpläne entwickelt und wieder andere die Zeit des Lockdowns genutzt, um alternative und langfristige Präventionskonzepte zu entwickeln.

Welche Vision haben Sie?

Betriebliche Prävention muss mehr Beschäftigte erreichen und mehr leisten als nur Beratung oder die Bereitstellung von Messdaten: Wir haben in Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme – doch betriebs- und hausärztliche Betreuung greifen nur wenig ineinander, und „Dr. Google“ spielt bei vielen Mitarbeitern eine unverhältnismäßig große, teils riskante Rolle.

Um Abhängigkeiten von Schmerzmedikamenten, chronifizierten Beschwerden und vorzeitiger Berufsunfähigkeit zu begegnen, sollte mehr KnowHow z.B. aus der Orthopädie, Psychologie und anderen Disziplinen wie auch dem Arbeitsschutz in das Gesundheitsmanagement einfließen.

Die Bauerfeind AG wird weiterhin an einer entsprechenden Vernetzung und Fokussierung der Akteure im Gesundheitswesen arbeiten, der Erfolg erster Pilotprojekte bestärkt uns darin.

Werden BGM-Maßnahmen nach der Krise eher ein Luxusthema sein?

BGM war schon immer ein kostspieliger Luxus, wenn es zum reinen Selbstzweck und ohne ausreichende Nachhaltigkeit betrieben wurde. Das Kosten-/Nutzenverhältnis hängt stark davon ab, wie sehr Gesundheitsmanagement als „Chefsache“ verstanden wird und die Maßnahmen in die betriebliche Struktur integriert sind:

Vorteile für das Personalmarketing daraus zu ziehen ist absolut legitim, wenn zugleich auch die Mitarbeiter spürbar für ihre persönliche Gesundherhaltung profitieren. Alibi-Aktionen kann sich kein Unternehmen mehr leisten, eine gute Präventionskultur jedoch manch wirtschaftlich wertvollen Vorsprung sichern – gerade in so besonderen Zeiten.

Holpriger Start: Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt

Am ersten August sind viele Auszubildende in ihre Lehre gestartet. Trotz entsprechender Bemühungen von Betrieben, Politik und Handelskammern bleiben jedoch viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Bereits 2020 fiel die Zahl der geschlossenen Ausbildungsverträge auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, in diesem Jahr gibt es laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag» nur ein leichtes Plus von 1,4 Prozent.

Umfragen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)» zeigen, dass jeder zehnte Ausbildungsbetrieb sein Lehrstellenangebot aus finanziellen Gründen sowie aufgrund unsicherer Geschäftserwartungen einschränken oder sogar ganz beenden will. Zusätzlich nennt etwa ein Drittel der Unternehmen auch Rekrutierungsprobleme als Ausbildungshindernis, was das IAB einerseits auf die weiterhin zunehmende Studierneigung von Jugendlichen als auch mangelnde Praktikumsmöglichkeiten und Beratungsangebote aufgrund der Corona-Pandemie zurückführt. Die IG Metall» hingegen wirft Arbeitgebern vor, trotz Rekordgewinnen an der Ausbildung zu sparen und damit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nachzukommen.

Die Jugendberufsagentur Berlin erwartet in ihrem neuesten Bericht» zudem den Fachkräftemangel zurück, der einige Branchen bereits vor der Pandemie betroffen hat, darunter Gastronomie und Hotellerie. Herausfordernde Arbeitszeiten, verhältnismäßig niedrige Löhne und hohe Ansprüche an die eigene Belastbarkeit haben sowohl in diesen als auch in anderen Branchen zu einem Ausbleiben von Auszubildenden geführt. Neben der offensiven Ansprache und Beratung von Schulabgänger*innen ist also auch die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen in vielen Bereichen nötig, um für den Nachwuchs attraktiv zu bleiben und dem Fachkräftemangel nachhaltig entgegenzuwirken.